Session 26. September 2007

Mehr Lehrstellen, Integration von Behinderten im normalen Unterricht, gerechte Lehrer – dies einige Punkte des gestern vom 1. Schwyzer Kinderparlament dem Kantonsratspräsidenten eingereichten Vorstosses.

THEMA: RECHTE DER KINDER

Am Mittwoch, 26. September 2007 tagten 59 Kinder aus allen Schwyzer Gemeinden im Kantonsratssaal zum Thema «Rechte der Kinder». Die Kinder bestimmten in Gruppen ihre Themen und brachten Anliegen vor. Als Leitvorgaben diente die UNO-Kinderrechtskonvention. Paragraphen wie «Das Recht auf Bildung und Ausbildung» oder «Schutz vor Gewalt» interessierten die kleinen Parlamentarierinnen und Parlamentarier am meisten.

Eröffnet hat das Schwyzer Kinderparlament der bekannte Völkerrechtsprofessor der Universität Bern, Dr. Walter Kälin: «Vielleicht sitzt hier drin der erste Bundesrat aus dem Kanton Schwyz? Es ist nämlich bald an der Zeit, dass der Kanton Schwyz einen Bundesrat stellt», motivierte er die Kinder. In seiner Einführung machte er darauf aufmerksam, dass nicht alle Kinder auf der Welt ihre Rechte so ausüben dürfen, wie die Kinder im Saal. Und: «Ich habe mich gefragt, wie es für mich gewesen wäre, wenn ich als 8- oder 10 Jähriger einmal hier hätte sitzen dürfen», erzählt Walter Kälin.

In Zehnergruppen erarbeiteten die Kinder dann ihre Anliegen, die von einer flächendeckenden Schülerzeitung bis Gratis-Bus für unter 18-Jährige reichten. Innerhalb der Gruppe wurde abgestimmt, welches Anliegen dem Plenum vorgetragen wird. Und am Schluss stimmten die Kinder über die sechs Vorlagen ab. Der Sieger-Vorstoss ist dem Paragraphen über das Recht auf Bildung und Ausbildung zuzuordnen. Dazu der Wortlaut:

«Das Recht auf Bildung und Ausbildung. Mehr Lehrstellen. Alle Kinder können in die Schule, auch arme. Gerechte Lehrer. Weniger Hausaufgaben und mehr Sport. Faires Zusammenarbeiten. Weniger Gewalt mehr Pausen. Lehrer müssen anständig bleiben. Mehr Ausflüge. Selber Themas bringen. Projektwochen. Behinderte haben auch das Recht in die Schule zu gehen. (Quer über alles geschrieben:) Bessere Vernetzungen im Hirn. Besser Konzentrieren. Allgemeine Gesundheit.

Unterzeichner: Stefan, Angelina, Luki, Erika, Lucas, Lina, Natascha, Martina und Sandro.»

Der Vorstoss wurde so Kantonsratspräsidenten Patrick Schönbächler abgegeben, der diese Anliegen nun weiterbearbeitet.

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Veröffentlicht von

Andreas Oppliger

Andreas Oppliger

ist im Vorstand der IG Schwyzer Kinderparlament für die Kommunikation und die Website zuständig.