Leitbild

Das Leitbild der IG Schwyzer Kinderparlament ist eine schriftliche Erklärung über unser Selbstverständnis und unsere Grundprinzipien. Es bietet dem Vorstand Orientierung und leitet somit dessen Handeln. Für die Öffentlichkeit zeigt es auf, wofür die Interessengemeinschaft und damit auch das Schwyzer Kinderparlament stehen.

Legitimation des Kinderparlaments

Das Schwyzer Kinderparlament stützt sich auf die von der Schweiz 1997 ratifizierten UN-Konvention über die Rechte des Kindes. Diese besagt unter anderem, dass jedes Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht besitzt, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äussern. Diese Meinung ist entsprechend dem Alter und der Reife des Kindes angemessen zu berücksichtigen.

Weiter erfüllt das Schwyzer Kinderparlament auch ein Ziel des 2013 in Kraft getretenen Kinder- und Jugendförderungsgesetz (KJFG) der Schweiz. Dieses besagt unter anderem, dass die Partizipation von Kindern und Jugendlichen zu fördern ist.

Wir betrachten es für eine Demokratie mit repräsentativem Charakter als elementar, dass die Interessen der gesamten Bevölkerung – und nicht nur des stimmberechtigten Teils – adäquat vertreten sind.

Ziele des Kinderparlaments

Das Kinderparlament ist für Kinder aus dem Kanton Schwyz als Teil der Gesellschaft ein Instrument, um gegenüber Politik und einer breiten Öffentlichkeit auf ihre Anliegen, Wünsche und Bedürfnisse möglichst wirkungsvoll aufmerksam machen zu können.

Das Kinderparlament fördert die politische Partizipation von Kindern im Kanton Schwyz und somit deren demokratische und soziale Kompetenzen. Kinder sollen auch ausserhalb schulischer Einrichtungen lernen, selbstständig eine eigene Meinung zu entwickeln, kund zu tun und zu verteidigen, aber auch andere Meinungen zu akzeptieren.

Das Kinderparlament soll im Kanton Schwyz eine breite Öffentlichkeit dazu bewegen, zu akzeptieren, dass auch Kinder eine verbindliche Meinung zu Themen haben, die sie betreffen.

Funktion und Zweck der Interessengemeinschaft

Die Interessengemeinschaft (kurz IG) Schwyzer Kinderparlament sichert die Finanzierung und Organisation des Ratsbetriebes des Parlaments. Sie lädt die Schulgemeinden ein, Kinder mittels Wahlen ins Kinderparlament zu entsenden, und ist Ansprechpartnerin für Schulleitungen, Lehrpersonen, Eltern und Erziehungsberechtigte. Die IG führt für das Schwyzer Kinderparlament die Öffentlichkeitsarbeit und Lobbyarbeit, die Administration und Buchhaltung sowie die Zusammenarbeit mit externen Organisationen.

Vorstand und Mitglieder

Der Vorstand der IG Schwyzer Kinderparlament kon­s­ti­tu­ie­rt sich selbstständig und unabhängig. Er entscheidet autonom und nach den Grundsätzen dieses Leitbildes über sämtliche das Kinderparlament betreffende Belange. Die Vorstandsmitglieder arbeiten unentgeltlich, die Aufgaben des Sekretariats können abgegolten werden.

Mitglied der Interessengemeinschaft kann jede Person unabhängig von Alter, Wohnort oder Nationalität werden, die mindestens den jährlichen Mitgliederbeitrag einzahlt. Eine Mitgliedschaft ist in erster Linie ideeller Art und dient der Finanzierung und breiten Abstützung des Kinderparlaments in der Bevölkerung.

Unabhängigkeit und Finanzierung

Die IG Schwyzer Kinderparlament ist politisch und konfessionell unabhängig und gestaltet den Betrieb des Parlaments entsprechend. Wir verwehren uns jeglicher Einflussnahme politischer und anderweitiger Interessen durch Parteien und Sponsoren. Eine finanzielle Unterstützung des Kinderparlaments kann nicht an Gegenleistungen irgendwelcher Art gebunden werden.

Die Beteiligung und Meinungsbildung der Kinder ist ein freier Prozess, der weder von externen Personen oder Organisationen noch vom Vorstand der Interessengemeinschaft beeinflusst wird.

 Zusammenarbeit mit externen Organisationen

Die IG Schwyzer Kinderparlament strebt die Zusammenarbeit mit externen Fachorganisationen, Verbänden und Institutionen an, um die Entwicklung des Kinderparlaments zu fördern und zu professionalisieren. Dies kann beispielsweise eine fachliche Begleitung durch Studenten oder Dozenten einer pädagogischen Hochschule sein.

Die IG kann sich zudem anderen, politisch und konfessionell neutralen Organisationen anschliessen, welche die gleichen Ziele verfolgen oder zu deren Erreichen beitragen.

Schwyz, im Oktober 2015