Session 13. Mai 2009

Am Mittwoch, 13. Mai 2009, tagten die 60 Schwyzer Kinderparlamentarierinnen und – parlamentarier zum Thema Pausenplatz im Rathaus zu Schwyz.

THEMA: PAUSENPLÄTZE

Während des spannenden Referats von Spielträumer Toni Anderfuhren waren die Kinder aufgefordert ihre Gedanken zum Thema in Stichworten auf Post-it-Zettelchen zu notieren. Bald nach diesem «Brainstorming» waren die grossen Stellwände. Ein lebendiges, manchmal etwas wildes Durcheinander von unzähligen Zettelchen, farbigen Papierbögen und grellen kleinen Punkten. Einige Kinder sprudelten vor Ideen, andere weniger. Sie huschten umher und brachten gemeinsam Ordnung und System ins anfängliche Zettelchaos. Am Schluss dieses aufwändigen Prozesses stand eine «Hitparade» fest.

Teil der Debatte war auch eine Exkursion zum Pausenplatz des Schulhauses Herrengasse in Schwyz . Dabei fiel die Beurteilung der 30 Abenteurerinnen und Abenteurer nüchtern aus: «Da ist ja praktisch alles geteert», stellten sie fest. Und in der anschliessenden Plenumsdiskussion kristallisierte sich am Ende ein grosser Wunsch heraus:

Die Kinder wollen mehr Natur auf ihrem Pausenplatz!

So überreichte das Kinderparlament den anwesenden Politikern Pius Schuler (Kantonsratspräsident), Andreas Barraud (Regierungsrat), und Roland Pfyl (Gemeinderat) je ein Taschentuch mit einem dicken Knoten. Das Taschentuch samt Knoten soll die Politiker daran erinnern, das Anliegen der Kinder nicht zu vergessen: «Wir möchten in Zukunft bei der Gestaltung von Pausenplatzanlagen mitreden dürfen!»

Die Politiker haben nun Zeit, sich zu diesem Anliegen Gedanken zu machen und den Kindern eine Antwort zu geben.


Nachtrag 20. Oktober 2009 – Antwort des Schulrates der Gemeinde Schwyz:

Sehr geehrte Kinderparlamentarierinnen
Sehr geehrte Kinderparlamentarier

In der Frühlingssession 2009 haben Sie sich mit dem Thema Pausenplatz auseinandergesetzt. Eine Abenteuer-Exkursion zum Schulhaus Herrengasse war Teil der Debatte. In der Plenumsdiskussion kristallisierten sich der grosse Wunsch nach mehr Natur und Mitsprache heraus. Ihre Beurteilung haben Sie auf einer Plakatwand festgehalten und dem Schulrat der Gemeinde Schwyz überbracht.

Der Schulrat hat sich an einer Sitzung mit Ihren Anliegen auseinandergesetzt. Die Umgebung eines Schulhauses muss verschiedene Aufgaben wie zum Beispiel als Pausen-, Sport-, und Veranstaltungsplatz sowie Parkplatz für Velos und Autos bei Schulbetrieb und Anlässen erfüllen. Gerade bei älteren Schulhäusern sind die Platzverhältnisse sehr eng und lassen leider nicht immer alle Wünsche für Pausenplätze erfüllen.

Im Weiteren will der Schulrat versuchen, die Wünsche des Kinderparlamentes für mehr Natur und Mitsprache in künftigen Projekten noch vermehrt zu berücksichtigen.

Sehr geschätzte Kinderparlamentarierinnen und Kinderparlamentarier, der Schulrat der Gemeinde Schwyz hofft mit dieser Antwort Ihren Anliegen zu entsprechen. Wir danken für Ihr Engagement und wünschen Ihnen weiterhin eine angeregte politische Diskussion als Parlamentarierinnen und Parlamentarier.

Freundliche Grüsse
Schulrat Gemeinde Schwyz
GR Hugo Steiner

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Veröffentlicht von

Andreas Oppliger

Andreas Oppliger

ist im Vorstand der IG Schwyzer Kinderparlament für die Kommunikation und die Website zuständig.